Donnerstag, 17. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 6

Aua, mein Kopf! Was für eine Nacht … was für eine Nacht? Die Frage war ernster gemeint, als man vermuten mag. Nur langsam kehrten die Erinnerungen zurück und sorgten abwechselnd für breites Grinsen und Kopfschütteln. Wir waren uns einig, dass wir unserer Tour einen würdigen Abschluss gegeben hatten. In diesem Moment uns allerdings wurde klar, dass die Tour ihrem Ende nahe war und wir würden bald wieder heimkehren müssten.

Vorher musste jedoch die Fahrtüchtigkeit wiederhergestellt werden. Wir stärkten uns mit einem ausgiebigen Katerfrühstück. Eine DVD später traten wir die letzte Fahrt der Tour an: der Sonne hinterher zurück in die Heimat.

Abschließend bleibt nur zu sagen: es war wirklich wieder eine sehr gelungene Tour, wenn auch etwas kürzer als vor zwei Jahren. Ob wir diese Serie wohl auf einem solch hohen Niveau fortsetzen können? Wir werden sehen …

Mittwoch, 16. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 5

Das Wetter an diesem Morgen war herrlich! Die Sonne schien, und selbst unter den Bäumen, die das Zelt umringten, wurde es spürbar heißer. Ein Blick auf die Uhr verhieß nichts Gutes: wenn wir nicht noch einen Tag hier bleiben wollten, mußten wir uns mit dem Abbau des Zeltes beeilen. Frühstück und Körperpflege wurden erst einmal verschoben.

Nach einem rekordverdächtigem Abbau checkten wir aus. Weit kamen wir jedoch nicht. Auf dem Besucherparkplatz (der sich keine 50 m hinter der Schranke befand) hielten wir gleich wieder an. Wir stellten ein kleines Frühstückbuffet zusammen, begaben uns in den “Zeltplatz-Biergarten” und machten es uns an einem der Tische in der Sonne bequem. Nach dem Frühstück (oder besser Mittag) wurde noch die verschobene Dusche nachgeholt. Anschließend ließen wir den Zeltplatz endgültig hinter uns.

Wir überlegten einen Moment, wohin wir heute fahren wollten. Eigentlich wollten wir wenigstens eine größere Stadt im Tourprogramm haben. Allerdings war es mitten in der Woche und keine der umliegenden Städte bot ein Programm nach unserem Geschmack. Da das Wetter jedoch hervorragend und endlich mal richtig warm war, beschlossen wir noch ein Stündchen am Strand zu verbringen. Vielleicht würde uns ja bei Sonne und Meeresrauschen noch etwas einfallen. Die Entscheidung war auf jeden Fall richtig! Aus der Stunde wurde der ganze Nachmittag.

Da wir trotz intersiver HES-Recherche nichts passendes in der Umgebung fanden, beschlossen wir am Nachmittag einfach schon mal Richtung Süden zu fahren. Allerdings konnte die Tour doch nicht heute schon zu Ende sein: also machten wir noch kurzerhand Station bei Flori in Braunschweig. An diesem Abend sollte die Tour einen würdigen Abschluss bekommen (davon ließen wir uns auch nicht durch einen ungebetenen “Gast” abhalten)!

Dienstag, 15. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 4

Am nächsten Morgen: Mist, schon wieder Regen! Wir beschlossen einstimmig noch einen Tag in Zingst zu bleiben, zum einen weil es uns hier echt gut gefiel, zum anderen weil wir keinen Bock hatten das nasse Zelt abzubauen und das auch noch bis 11 Uhr. No Stress! Aber was tun bei dem Wetter? Für Strand war es etwas zu nass & zu kalt.

Zunächst galt es, die inzwischen stark dezimierten Vorräte wieder aufzustocken. Wir machten einen Ausflug nach Zingst-Downtown und deckten uns mit Grill, Essen und allem, was die Leber das Herz sonst noch begehrt, ein. Natürlich dachten wir auch an die Zurückgelassenen daheim und besorgen ein paar Postkarten. Anschließend ging es zum Essen und Karten schreiben zurück zum Zeltplatz.

Das Wetter war am Nachmittag nicht viel besser geworden (immernoch viel zu kalt für den Strand). Da wir aber nicht den ganzen Tag im Zelt hocken wollten, liehen wir uns ein paar Fahrräder aus und wollten eine kleine Tour machen. Kaum eine Minute aus dem Fahrradverleih heraus brach der Himmel förmlich über uns zusammen. Wir wollten uns für die Dauer des Schauers kurz unterstellen, jedoch war der Schauer nicht ganz so kurz. Nachdem wir fast einer Stunde gewartet und mit der Radtour schon abgeschlossen hatten, klarte es aber doch noch einmal auf. Mit abwechselndem Fahradfahren, kurzen Strandaufenthalten und Unterstellen bei erneuten Schauern konnten wir also doch noch eine kleine Tour machen.

Abends gab's dann noch Leckeres vom Grill und ein paar gemütliche Bierchen. Dann stürzten wir uns ins Zingster Nachtleben. Im Zeltplatzbiergarten spielte eine echt geniales Alleinunterhalterduo (gibt’s das?). Neben diversen Klassikern und der Nebelmaschine hat vor allem das Smoke-on-the-Water-Cover auf der Geige echt gerockt!

Montag, 14. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 3

Nachdem Prerow auf Grund des Wetters einen etwas faden Beigeschmack bekommen hatte und auch nicht grade günstig war, beschlossen wir am nächsten Morgen den Zeltplatz nochmals zu wechseln. Zum Glück hatte es zu regnen aufgehört, so dass der Zeltabbau problemlos von statten ging. Da wir den Zeltplatz bis 12 Uhr verlassen mußten, verschoben wir das Frühstück auf später.

Nach ein paar Kilometern Landstraße machten wir in Zingst auf einem Parkplatz halt, und es wurde aufgetischt! Da mittlerweile richtiges Kaiserwetter herrschte, beschlossen wir den Tag am Strand zu verbringen. Wir checkten vorher noch auf dem Zeltplatz "Am Freesenbruch" ein und bauten das Zelt auf.

Anschließend streckten am Strand wir alle Viere von uns. Da nach ein paar Stunden ein paar Wolken aufzogen, verließen wir den Strand und beschlossen unser Handicap bei einer Runde Minigolf zu verbessern. Wir ließen den Tag noch am Strand und im Zelt ausklingen.

Sonntag, 13. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 2

Neun Stunden später schälten wir uns aus dem Zelt und bekämpften Kopfweh und Übelkeit mit einem ausgedehnten Katerfrühstück. Dann packten wir unsere sieben Sachen und stürzten uns noch kurz in die (knietiefen) Fluten. Nach einem Crash-Kurs im Verben Konjugieren brachen wir wieder auf.

Am diesem Tag verschlug es uns nach Prerow. Vorher machten wir jedoch noch einen Abstecher ins Erlebnis-Labyrinth-Maisfeld von "Karl’s Erlebnis-Hof". Dabei bestaunten wir gleich noch die größte Erdbeere der Welt und die geniale Erdbär-Band. Rock on!

Auf der restlichen Fahrt nach Prerow wurde das Wetter leider immer beschissener bis wir dann bei strömendem Regen auf dem Zeltplatz eintrafen. Nun hieß es erstmal: Nummer ziehen, Warten! Als wir dann endlich einen Zeltplatz hatten (natürlich auch schön weit weg vom Auto), schleppten wir unsern ganzen Kram durch die Suppe und versuchten das Zelt halbwegs trocken aufzubauen. Bei dem Versuch blieb es aber auch.

Nun war es Zeit mal wieder was zu essen, also zurück zum Auto. Nachdem alle satt waren, machten wir es uns im Autokino bequem. Es lief “Top Secret”, ein Klassiker, newar? Da sich nach dem Kino das Wetter immernoch nicht gebessert hatte, blieb uns nichts anderes übrig als es uns im Zelt mit ein paar Bier gemütlich zu machen. In der Nacht ließ der Regen dann etwas nach, und wir machten noch einen kleinen Ausflug zum Strand: Ahhh, Meeresrauschen! Meeresluft! Das entschädigte doch für einiges. Beim Rückweg über den Zeltplatz mußten wir feststellen, daß es auch hier mit dem Nachtleben nicht weit her war. Und gute Nacht …

Samstag, 12. August 2006

Two Guys on the Road 2006: Tag 1

Nach ein paar anfänglichen Komplikationen starteten wir um Punkt 12 Uhr unsere Tour. Wir waren gespannt, wo es uns diesmal hinverschlagen würde. Weil Macho auch in usere Richtung (grob gen Norden) musste, entschlossen wir uns einfach dazu, Kolonne zu fahren. Nach einem kurzen Besuch bei Bully und einem zweiten Frühstück machten wir uns endlich los und flogen dahin über den flimmernden Asphalt.

Nach einer von zahlreichen Pausen (zur Nahrungsaufnahme und -entsorgung) durchsetzten Fahrt von guten 400 km, kamen wir gegen Abend am Zeltplatz am Plauer See an. Die "freundlichen" Menschen am Empfang platzierten uns auf einem schönen Stück Grün/Gelb/Braun nahe am Wasser. Nachdem wir uns etwas Kraft angetrunken hatten, steckten wir den Claim ab und errichteten das Lager.

Dann erfolgte eine standesgemäße Hinrichtung mit Hilfe des mitgeführten reichhaltigen Alkoholfundus. Anschließend stürzten wir uns ins Nachtleben, welches allerdings durch den Zapfenstreich um Punkt 22:03 Uhr jäh beendet wurde. Weitere Hinrichtungen folgten. Dann: Stille und Dunkelheit.