Dienstag, 2. Dezember 2008

Administrator vs. Developer

Da ich ja kürzlich vom System Engineering zum Software Engineering gewechselt bin, kenne ich den folgenden Dialog von beiden Seiten. Wie gut, dass man sich wenigstens gegen einen gemeinsamen Feind verbündet! Das Konzept des Videos ist eine kleine Homage an die Lotus Notes Werbung.

Dienstag, 25. November 2008

Flash 10 64Bit unter Firefox für Linux

Endlich! Adobe bietet mit Flash 10 endlich ein natives Flash-Plugin für 64Bit-Linuxsysteme an! Ohne Wrapper, ohne Gefrickel ... einfach installieren und fertig! Und so geht's:

Zunächst müssen eventuell installierte alte Versionen deinstalliert werden:

sudo apt-get remove flashplugin-nonfree*

Anschließend das neue Plugin herunterladen und in das Plugin-Verzeichnis von Firefox kopieren.

wget http://download.macromedia.com/pub/labs/flashplayer10/libflashplayer-10.0.d20.7.linux-x86_64.so.tar.gz
tar xzf libflashplayer-10.0.d20.7.linux-x86_64.so.tar.gz
mkdir ~/.mozilla/plugins
cp libflashplayer.so ~/.mozilla/plugins/


Alternativ kann das Plugin auch gleich für alle User installiert werden (root-Rechte erforderlich).

sudo cp libflashplayer.so /usr/lib/firefox-addons/plugins/

Nun noch Firefox neustarten. Fertig! :-)

Anmerkung: Die 32Bit-Version von Flash 10 incl. Installer gibt es unter: http://get.adobe.com/de/flashplayer/.

Quellen/Links

Sonntag, 16. November 2008

Papierdrache mit coolem 3D-Effekt

Habe das Video heute wieder entdeckt. So ein Drache aus Papier steht schon 'ne ganze Weile auf meinem Schreibtisch. Auf Video sieht man den coolen 3D-Effekt: der Drache dreht scheinbar seinen Kopf immer in die Kamera!

Zum Nachmachen gibts hier den Bastelbogen. Viel Spaß!

Donnerstag, 25. September 2008

Video-Streaming mit dem Darwin Streaming Server

Installation des Streamingservers

Zuächst muss der Darwin Streaming Server (DSS) installiert werden. Diesen kann man auf der Apple-Website kostenlos herunterladen. Allerdings ist dafür eine (ebenfalls kostenlose) Registrierung erforderlich. Der Download ist unter http://www.opensource.apple.com/projects/streaming/release/DarwinStreamingSrvr5.5.5-Linux.tar.gz zu finden. Nach dem Download wird das Archiv entpackt, der benötigte User angelegt und der Server installiert und gestartet.

tar xzf DarwinStreamingSrvr5.5.5-Linux.tar.gz
cd DarwinStreamingSrvrlinux-Linux
sudo addgroup --system qtss
sudo adduser --system --no-create-home --ingroup qtss qtss
sudo ./Install
sudo streamingadminserver.pl

Anschließend kann der DSS bequem per Weboberfläche konfiguriert werden. Dazu einfach im Browser die Adminstrationsoberfläche aufrufen z.B. http://localhost:1220.

Um die später erstellten Videos streamingfähig zu machen, muss noch GPAC/MP4Box installiert werden.

sudo apt-get install gpac

Videos konvertieren

Der Darwin Streaming Server beherscht die Formate .mov, .3gp und .mp4. Videos müssen in eines dieser Formate konvertiert und anschließend mit einer Art Index (Hint) versehen werden. Diese zusätzliche Spur erlaub ein schnelleres hin- und herspringen im Video, und ist für das Streaming erforderlich (im Klartext: ohne Hint-Track verweigert der DSS das Streaming!). Smartphones und ähnliche Geräte beherschen am häufigsten das .3gp- und das .mp4-Format. Solche Videos lassen sich wie folgt erzeugen:

MP4

Zum Umwandeln in .mp4 habe ich bereits ein Script geschrieben (siehe hier). Eventuell muss man für das Streaming über UMTS die Bitrate etwas herabsetzen.

p1i input.avi /usr/local/movies/output.mp4

3GP

Zum Umwandlen in .3gp wird ffmpeg (mit AMR_NB-Unterstützung) benutzt. Anschließend wird mit MP4Box der Hint-Track hinzugefügt.

ffmpeg -i input.avi -s qcif -r 16 -ac 1 -ar 8000 -ab 12 /usr/local/movies/output.3gp
MP4Box -hint /usr/local/movies/output.3gp

Videos abspielen

Die Videos werden per RTSP gestreamt. Nachdem man sie in den Videoordner (Standard: /usr/local/movies) des DSS abgelegt hat, kann man sie über rtsp://hostname/dateiname.3gp bzw. rtsp://hostname/dateiname.mp4 mit einem geeigneten Player abspielen. Der Videoplayer des P1i unterstützt beide Formate.

Hinweis:
Um den eigenen Streamingserver von außen zu erreichen muss der TCP-Port 554 (RTSP) geöffnet werden. Nicht vergessen!

Quellen/Links

Montag, 25. August 2008

Drahtloser Stereosound unter Ubuntu mit Bluetooth und A2DP

Mit dem A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) von Bluetooth ist es möglich auch hochwertigen Stereosound via Bluetooth zu übertragen. Ein entsprechendes Headset vorrausgesetzt, kann man damit völlig kabellos Musik in guter Qualität hören. Ich habe mich für das MSI FS110 (siehe Bild) entschieden (Kostenpunkt: ca. 40 €). Es hat eine Klinkenbuchse, so dass man nicht auf Kopfhörer beschränkt ist, sondern es auch z.B. an eine Stereoanlage oder das Autoradio anschließen kann. Die mitgelieferten Kopfhörer sind im übrigen von ziemlich minderwertiger Qualität (=Schrott). Ich werde wohl noch meine Lieblingsstöpsel, die Sony MDR-ED31LP, nachkaufen.

Angeblich unterstützen M$ Windows und Mac OS (Tiger) (noch) kein A2DP, ich habe es aber selbst noch nicht getestet. Unter Ubuntu hingegen, klappt das ganze schon erstaunlich gut.

Einrichtung

Zunächst müssen die notwendigen Pakete libsbc und bluetooth-alsa installiert werden. Da diese sich nicht im Ubuntu-Repository befinden, werden sie aus dem Debian-Archiv geladen und von Hand installiert.

wget http://mirrors.redwoodvirtual.com/debian/pool/main/libs/libsbc/libsbc0_0.0cvs20070327-1_i386.deb
wget ftp://ftp.blackstar.co.uk/pub/debian/pool/main/b/bluetooth-alsa/bluetooth-alsa_0.5cvs20070714-1_i386.deb

sudo dpkg -i *.deb

Nun müssen die Konfigurationsdateien für das A2DP (~/.a2dprc) und ALSA (~/.asoundrc) erzeugt werden. Für A2DP wird die Beispielkonfiguration aus dem CVS-Repository verwendet.

wget http://bluetooth-alsa.cvs.sourceforge.net/*checkout*/bluetooth-alsa/plugz/alsa-plugins/a2dpd/sample.a2dprc -O ~/.a2dprc

In diese muss noch die Bluetooth-Adresse des Empfängers eingetragen werden, welche folgendermaßen ermittelt wird.

hcitool scan

# Your bluetooth headset address
address=00:13:D3:68:D4:6A


Die ALSA-Konfiguration wird von Hand angelegt. Dazu wird die Datei ~/.asoundrc mit folgendem Inhalt erzeugt.

pcm.a2dpd {
type a2dpd
}


Nun muss das Streaming gestartet werden (und im Hintergrund weiter laufen). Entgegen der Empfehlungen der Entwickler von bluetooh-alsa muss a2dpd als root gestartet werden, da es eine Bluetooth-Funktion zum Verbindungsaufbau benutzt die (unter Ubuntu) nur root ausführen darf.

sudo a2dpd

Letzterer Befehl muss immer ausgeführt werden, bevor der Empfänger verwendet wird.

Als Ausgabegerät verwenden

Leider ist es nicht möglich a2dpd als normales ALSA-Gerät auszuwählen. Deshalb muss es manuell als Gerät eingetragen werden. Einige Anwendungen (z.B. amaroK) unterstützen das. Mit den Konfigurationseditor von GNOME kann man es auch für GNOME-Anwendungen als Ausgabegerät festlegen.

gconf-editor

Im Konfigurationseditor müssen je nach Belieben folgende Schlüssel angepasst werden.

/system/gstreamer/0.10/default/audiosink (für Systemklänge, etc.)
/system/gstreamer/0.10/default/chataudiosink (für Chat, Konferenz, etc.)
/system/gstreamer/0.10/default/musicaudiosink (für Musik, Video, etc.)

Dazu trägt man für den jeweiligen Schlüssel folgendes ein.

alsasink device="a2dpd"

Nun kann man mit Totem, Rhythmbox, etc. Musik ohne Kabel genießen!

Quellen/Links

Montag, 11. August 2008

DVB-T mit Totem und Hauppauge WinTV Nova-T-SE USB

Installation

Zunächst müssen die notwendigen Pakete für DVB-T installiert werden.

sudo apt-get install dvb-utils totem-xine libxine1-ffmpeg

Außerdem wird noch wird die Firmware für den Stick benötigt.

wget http://www.schneidexe.de/blog/dvb-usb-dib0700-01.fw -O dvb-usb-dib0700-01.fw
sudo mv dvb-usb-dib0700-01.fw /lib/firmware/dvb-usb-dib0700-01.fw


Nun kann der USB-Stick angesteckt werden (USB 2.0 notwendig!). Er sollte erkannt problemlos und initialisiert werden.

Senderliste erstellen

Zunächst wird ein Sendersuchlauf gestartet und das Ergebnis in ~/.xine/channels.conf gespeichert. Die Stadt muss entsprechend angepasst werden.

mkdir ~/.xine
scan /usr/share/doc/dvb-utils/examples/scan/dvb-t/de-Muenchen > ~/.xine/channels.conf


Nun wird eine Playlist für Totem mit allen gefundenen Sendern erstellt. Nicht benötigte oder nicht funktionierende Sender können später in Totem per Mausklick aus der Liste gelöscht werden.

wc ~/.xine/channels.conf | awk '{ print "[playlist]\nNumberOfEntries=" $1 }' > DVB.pls
awk -F : '{ print "File" NR "=dvb://" $1 "\nTitle" NR "=" $1 }' ~/.xine/channels.conf >> DVB.pls


Die Playlist sollte in etwa wie folgt aussehen.

[playlist]
NumberOfEntries=X
File1=dvb://Das Erste
Title1=ARD
File2=dvb://ZDF
Title2=ZDF
File3=dvb://3sat
Title3=3sat
...
FileX=dvb://SenderNameX
TitleX=SenderTitelX

TV gucken

Zum TV gucken wird einfach die Playlist mit Totem geöffnet.

totem DVB.pls

(Es ist natürlich auch möglich die Liste per Mausklick mit Totem zu öffnen, Rechtsklick → Mit "Video-Player" öffnen)

Quellen/Links

Montag, 7. Juli 2008

Fluch-o-mat

Immer wieder lustig: der Fluch-o-mat! 200 Puls hab ich bald ...



Sound an, und Dampf ablassen! :D

(Quelle: http://www.die-weltherrschaft.org)

Freitag, 27. Juni 2008

Ubuntu PC/Laptop als WLAN-Accesspoint nutzen

Mit einer WLAN-Karte mit Atheros-Chipsatz wie z.B. der NEC Aterm WL54AG (siehe Bild) kann man den Laptop ganz einfach als WLAN-Accesspoint betreiben. Dies funktioniert mit dem MadWifi-Treiber für nahezu alle PCI- und PCMCIA-Karten mit Atheros-Chipsatz. USB wird leider bisher nicht bzw. kaum unterstützt.

Einrichtung

Bei Verwendung eines Ubuntu-Kernels ist der Treiber in den restricted-modules zu finden. Bei Verwendung eines eigenen Kernels muss dieser zunächst installiert werden.

svn checkout http://madwifi-project.org/svn/madwifi/trunk madwifi-ng
cd madwifi-ng

make
sudo
make install


Um die Karte als Accesspoint zu starten, muss das Kernelmodul mit dem entsprechenden Parameter gestartet werden. Dazu fügt man folgende Zeilen zu /etc/modprobe.d/options hinzu:

# madwifi: accesspoint by default
options ath_pci autocreate=ap


Nun muss noch in /etc/network/interfaces der Eintrag für ath0 hinzugefügt bzw. geändert werden.

auto ath0
iface ath0 inet static
address 192.168.1.1

netmask 255.255.255.0
broadcast 192.168.1.255
wireless-mode Master
wireless-essid Uranus
wireless-key off


Damit wird die IP-Adresse wird auf 192.168.1.1 festgelegt. Anschließend wird die Karte in den Accesspoint-Modus geschaltet und bekommt die ESSID Uranus. Diese Werte sind natürlich nach Belieben veränderbar! Allerdings läuft der Accesspoint ohne Verschlüsselung! Dafür ist die Einrichtung mittels hostapd notwendig (siehe hier).

Jetzt die Karte ziehen und wieder einstecken. Das war’s! Man kann den Rechner jetzt auch als Router einrichten, um so den WLAN-Clients einen drahtlosen Internetzugang zu ermöglichen. Dafür seien die Pakete ipmasq und dnsmasq empfohlen, mit denen IP-Forwarding, DNS-Forwarding und ein DHCP-Server realisiert werden können.

Quellen/Links

Donnerstag, 26. Juni 2008

Alles hat ein Ende!

Seit Montag ca. 12.00 Uhr ist mein Studium vollendet und ich darf mich jetzt Dipl.-Ing. schimpfen. Heute habe ich die offizielle Bestätigung erhalten. Endlich geschafft! Schade ist nur, dass jetzt auch das schöne Studentenleben vorbei ist ...

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen bedanken, die mich während dieser Zeit unterstützt haben.

Samstag, 21. Juni 2008

Canon Pixma MP610 unter Ubuntu

Scanner einrichten: sane

Zunächst werden usblib und sane-backends installiert:

sudo apt-get install libusb-dev cvs build-essential libpng12-dev libgtk1.2-dev

cvs -d:pserver:anonymous@cvs.alioth.debian.org:/cvsroot/sane login
cvs -z3 -d:pserver:anonymous@cvs.alioth.debian.org:/cvsroot/sane co sane-backends
cd sane-backends
./configure
make
sudo make install


Anschließend das Gerät aus- und wieder einschalten. Nun führen wir einen Testscan durch:

sudo scanimage > test.pnm

Der Scannerzugriff muss nun für User der Gruppe scanner eingereichtet werden.

sudo vi /etc/udev/rules.d/45-libsane.rules

# Canon PIXMA MP610
SYSFS{idVendor}=="04a9", SYSFS{idProduct}=="1725", MODE="664", GROUP="scanner"


Nun wird das XSane-Frontend installiert:

wget http://www.xsane.org/download/xsane-0.995.tar.gz
tar xzf xsane-0.995.tar.gz
cd xsane-0.995
./configure
make
sudo make install


Scanner einrichten: scangear (alternative)

wget http://gdlp01.c-wss.com/gds/0100000847/scangearmp-common_1.10-1_i386.deb
wget http://gdlp01.c-wss.com/gds/0100000851/scangearmp-mp610series_1.10-1_i386.deb

sudo dpkg -i scangearmp*.deb


Nun das Gerät zur Erkennung aus- und wieder einschalten. Die Scannsoft wird mit folgendem Befehl gestartet:

scangearmp

Drucker einrichten

Zunächst wird der Canon Druckertreiber installiert.

wget http://gdlp01.c-wss.com/gds/0100000834/cnijfilter-common_2.80-1_i386.deb
wget http://gdlp01.c-wss.com/gds/0100000840/cnijfilter-mp610series_2.80-1_i386.deb
sudo dpkg -i cnijfilter*.deb


Nun den CUPS .ppd-Treiber installieren ...

wget http://dfn.dl.sourceforge.net/sourceforge/mp610linux/ppdMP610en-1.1.tar.gz
tar xzf ppdMP610en-1.1.tar.gz

sudo cp canonmp610en.ppd /usr/share/ppd/canonmp610.ppd

sudo cp cifmp610.conf /usr/lib/bjlib/cifmp610.conf


... und CUPS neustarten.

sudo /etc/init.d/cupsys restart

Nun wird der Drucker in CUPS eingerichtet:

  1. http://localhost:631/
  2. Drucker hinzufügen
  3. Name, Ort, Beschreibung eingeben
  4. Canon MP610 series USB #1 (Canon MP610 series)
  5. Canon MP610 series Ver.2.80en (en)

Card Reader

Der Card-Reader funktioniert Out-of-the-Box. Allerdings bekomme ich keinen Schreibzugriff (Rechteproblem?).

Links/Quellen

Samstag, 31. Mai 2008

Endlich fertig!

Gestern habe ich endlich meine Diplomarbeit abgegeben. Nach den Tag- und Nachtschichten der letzten Wochen war das eine ziemliche Erleichterung. Ich hoffe mal, dass auf den 120 Seiten nicht nur Schrott steht und sich die Arbeit auch gelohnt hat ... Das Wochenende werde ich erstmal zur Entspannung nutzen und am Montag geht's dann auch schon los mit Arbyten.


Entspannung auf Bayrisch! :-D

Freitag, 16. Mai 2008

Wikipedia zu langweilig? www.stupidedia.org!

Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist ja allseits bekannt. Die Autoren achten dort auf eine hohe Qualität und Seriösität der Artikel. Eine ganz unkonventionelle Art der Beschreibung liefert hingegen Stupidedia. Lachkrämpfe (oder zumindest Schmunzeln) garantiert! :D
(Danke Tobi für den Link!)

Donnerstag, 15. Mai 2008

PicLens ... das coolere Fotoalbum!

Ich bin neulich über ein sehr cooles Browser-Plugin gestolpert. Mit PicLens wird das Ansehen von Fotogallerien auf Webseiten zu einem richtigen Erlebenis! Außerdem kann man damit auf YouTube & Co browsen. Das Plugin gibt's leider (bis jez) nur für Windows und Mac. Unterstützt werden Firefox, Safari und Internet Explorer. Ein sehr geniales Plugin und ein echter Hingucker!


Nach der Installation gibt es hier eine gute Demogallerie. Ansonsten tut es auch eine Google- oder YouTube-Suche. Mit Flickr und Picasa funktioniert PicLens übrigens von Haus aus, was auch die eigene Fotosammlung ohne Mehraufwand aufwertet.

Sonntag, 11. Mai 2008

CD-/DVD-Image unter Linux mounten

Ein CD- oder DVD-Image kann man unter Linux wie folgt mounten:

mount -o loop,ro -t iso9660,udf image.iso /mountpoint

Freitag, 9. Mai 2008

Handy unter Ubuntu via Bluetooth als GPRS/UMTS-Modem nutzen

Dank mobiler Datendienste wie GPRS kann man fast überall online gehen. Durch Datenpakete (z.B. o2-Internet-Packs) ist das ganze mittlerweile auch bezahlbar. Um diese Dienste auch am PC/Laptop nutzen zu können, wird das Handy als GPRS-Modem eingerichtet. Um unnötigen Kabelsalat zu vermeiden, geschieht dies über Bluetooth. Ein bereits eingerichtetes und laufendes Bluetooth am PC/Laptop wird dabei vorrausgesetzt.

Einrichtung

Zuerst wird das Handy als Bluetooth-Modem eingerichtet. Dazu wird ein entsprechender Eintrag in /etc/bluetooth/rfcomm.conf angelegt (falls schon Einträge für andere RFCOMM-Dienste existieren, wird rfcomm0 durch das nächste freie Device ersetzt):

#
# RFCOMM configuration file.
#

rfcomm0 {
# Automatically bind the device at startup
bind yes;

# Bluetooth address of the device
device 00:12:62:5a:47:59;

# RFCOMM channel for the connection
channel 2;

# Description of the connection
comment "Dail-Up with Cell Phone";
}
Je nach Handy müssen dabei die Geräteadresse und der Channel für den Dial-Up-Dienst eingetragen werden. Diese lassen sich mit folgenden Kommandos herausfinden:

hcitool scan
sdptool search DUN | grep Channel


Nun muss der Bluetooth-Dienst neu gestartet werden. Dabei wird das Device /dev/rfcomm0 zur Nutzung des Modems angelegt.

sudo /etc/init.d/bluetooth restart

Anschließend wird das Einwahlprogramm GNOME PPP installiert und eingerichtet.

sudo apt-get install gnome-ppp

Es müssen nun die auf den folgenden Screenshots dargestellten Einstellungen vorgenommen werden.

Jetzt kann die Verbindung bequem per Mausklick hergestellt werden. Die Geschwindigkeit beträgt je nach GPRS-Klasse des Geräts bis zu 6 KB/s, also vergleichbar mit einem 56k-Modem. Mit UMTS sind bis zu 384 Kbit/s (entspricht ca. 50 KB/s) möglich. Mit HSDPA sind sogar einige Mbit/s möglich, allerdings kann hier die Bandbreite vom Bluetooth zum Engpass werden. GNOME PPP bleibt während der Verbindung als Applet im Panel. Damit lassen sich Informationen über die Verbindung anzeigen und die Verbindung wieder trennen.


Quellen/Links

Mittwoch, 16. April 2008

Ein Bluetooth-Headset unter Ubuntu am PC nutzen

Die Verwendung von Headsets beim Telefonieren mit dem Handy ist weit verbreitet. Aber auch am PC/Laptop ist die Nutzung eines Headsets z.B. für VoIP-Programme wie Skype sinnvoll. Dank Bluetooth kann man das gleiche Headset wie für das Handy verwenden.
Dieses HOWTO ist an den Artikel im Wiki von ubuntuusers.de angelehnt. Dabei wird ein eingerichtetes und laufendes Bluetooth vorrausgesetzt. Ich verwende ein Nokia HDW-3 Headset (siehe rechts) und einen Cambridge Silicon Radio (CSR) Blueooth-USB-Dongle verwendet. Es werden jedoch zahlreiche weitere Dongles und interne Bluetooth-Geräte unterstützt. Wichtig ist, dass das Gerät Sprachübertragung beherscht. Dies kann man wie folgt herausfinden.
sudo hciconfig hci0 revision | grep "SCO mapping"
Dieser Befehl sollte ungefähr folgende Ausgabe erzeugen.
SCO mapping: HCI
Einrichtung

Zunächst werden benötigte Pakete installiert und das Kernelmodul kompiliert ...

sudo apt-get install build-essential automake libtool libasound2-dev libbluetooth2-dev libdbus-glib-1-dev bluez-btsco

cvs -d:pserver:anonymous@bluetooth-alsa.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/bluetooth-alsa login
cvs -d:pserver:anonymous@bluetooth-alsa.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/bluetooth-alsa co btsco

cd btsco
./bootstrap
./configure --prefix=/usr --sysconfdir=/etc
cd kernel
make
sudo make install
sudo depmod -e


… und anschließend geladen.

sudo modprobe snd_bt_sco
Nun wird die Bluetooth-Adresse des Headsets ermittelt. Anschließend kann eine Verbindung mit dem Headset hergestellt werden.

hcitool scan

btsco -v 00:03:89:53:5A:6F

Letzterer Befehl muss immer ausgeführt werden, bevor das Headset verwendet wird.
Falls vorher noch keine Verbindung mit dem Gerät hergestellt wurde, muss nun zunächst das Pairing der Geräte erfolgen. Ist die Verbindung erfolgreich, wird dies durch einen Piepton im Headset signalisiert und durch eine Ausgabe wie folgt.

btsco v0.42
Device is 2:0
Voice setting: 0x0060
RFCOMM channel 1 connected
Using interface hci0
Testweise kann man nun einen Sound (Rauschen) auf dem Headset abspielen.

aplay -B 1000000 -D plughw:Headset /usr/share/sounds/alsa/Noise.wav

Wenn alles funktioniert, kann man das Kernelmodul in den Modul-Autostart eintragen, so dass es beim Booten automatisch geladen wird.

sudo sh -c "echo snd_bt_sco >> /etc/modules"

Verwendung in Skype


In Skype kann man unter Tools > Options > Sound Devices das Headset als Audiogerät auswählen.


Verwendung als Audiogerät in GNOME

Leider lässt das Headset in der GNOME-Audiokonfiguration nicht als Gerät auswählen. Deshalb muss es manuell über den Konfigurationseditor von GNOME als Gerät eingetragen werden. So kann man es für viele GNOME-Anwendungen als Ausgabegerät verwenden.

gconf-editor

Im Konfigurationseditor müssen je nach Belieben folgende Schlüssel angepasst werden.
/system/gstreamer/0.10/default/audiosink (für Systemklänge, etc.)
/system/gstreamer/0.10/default/chataudiosink (für Chat, Konferenz, etc.)
/system/gstreamer/0.10/default/musicaudiosink (für Musik, Video, etc.)

Dazu trägt man für den jeweiligen Schlüssel folgendes ein.

alsasink device="plughw:Headset"


Nun kann man das Headset verwenden. Die Klangqualität lässt aber bei Musik, etc. zu wünschen übrig. Hier sollte man besser auf A2DP zurückgreifen.

Quellen/Links

Mittwoch, 12. März 2008

Ubuntu als Home-Router verwenden

IP-Forwarding

Zuerst wird IP-Forwarding aktiviert.

echo 1 | sudo tee /proc/sys/net/ipv4/ip_forward

Um diesen Zustand auch nach einem Reboot beizubehalten, wird die folgende Zeile in /etc/sysctl.conf hinzugefügt/auskommentiert.

net.ipv4.ip_forward = 1


Firewall/NAT/Masquerading

Die Datei /etc/iptables.up.rules mit folgendem Inhalt überschreiben (dabei ist eth0 das interne und ppp0 das externe Interface):

# Settings for Home Router: filter, mangle and nat tables
*filter
:INPUT DROP
:FORWARD ACCEPT
:OUTPUT ACCEPT
-A INPUT -i lo -j ACCEPT
-A INPUT -i eth0 -j ACCEPT
-A INPUT -i ppp0 -m state --state RELATED,ESTABLISHED -j ACCEPT
COMMIT
*mangle
:PREROUTING ACCEPT
:INPUT ACCEPT
:FORWARD ACCEPT
:OUTPUT ACCEPT
:POSTROUTING ACCEPT
-A FORWARD -o ppp0 -p tcp -m tcp --tcp-flags SYN,RST SYN -m tcpmss --mss 1400:1536 -j TCPMSS --clamp-mss-to-pmtu
COMMIT
*nat
:PREROUTING ACCEPT
:POSTROUTING ACCEPT
:OUTPUT ACCEPT
-A POSTROUTING -o ppp0 -j MASQUERADE
COMMIT


Anschließend die iptables-Regeln für die Firewall aus dieser Datei laden:

sudo iptables-restore /etc/iptables.up.rules

DHCP-Server

Zunächst wird ein DHCP-Server installiert.

sudo apt-get install dhcp3-server

Anschließend die folgenden Zeilen zu /etc/dhcp3/dhcpd.conf hinzufügen (die Adresse von eth0 ist dabei 192.168.0.1, ggf. anpassen).

subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {
   option subnet-mask 255.255.255.0;
   option domain-name-servers 213.191.92.86, 213.191.74.18;
   option broadcast-address 192.168.0.255;
   option routers 192.168.0.1;
   range 192.168.0.100 192.168.0.200;
}


Nun einfach alle Clients auf automatisches Beziehen einer Adresse stellen und die Kabel anstöpseln! Fertig. Wer mag, kann die Einstellungen noch überarbeiten, z.B. mit Webmin.

Installation von Webmin zur graphischen Unterstützung

Für Webmin wird zunächst die SSLeay-Bibliothek für Perl installiert.

sudo apt-get install libnet-ssleay-perl

Anschließend wird Webmin heruntergeladen und installiert (ggf. neuere Version).

wget http://switch.dl.sourceforge.net/sourceforge/webadmin/webmin-1.350-minimal.tar.gz
tar xf webmin-1.350-minimal.tar.gz
cd webmin-1.350/
sudo sh setup.sh


Nun wird Webmin im Browser geöffnet: https://localhost:10000/

Nach erfolgreichem Login müssen zunächst folgende Module unter Webmin > Webmin Configuration > Webmin Modules > Stan
dard module from www.webmin.com installiert werden:

  • net
  • firewall
  • dhcpd
  • software
Links